Schutz und richtige Präsentation Ihrer Kunstwerke
Damit Sie lange Freude an Ihrer Zeichnung oder Ihrem Gemälde haben, spielt die richtige Rahmung eine entscheidende Rolle. Kunstwerke auf Papier müssen vor Staub, Feuchtigkeit, UV-Licht, Hitze und mechanischen Einflüssen geschützt werden.
Bei Pastell- und Kohlezeichnungen liegt das Pigment nahezu lose auf dem Papier. Die Oberfläche sollte deshalb niemals berührt oder gar abgewischt werden, da sich die Farbe sonst sofort verwischt oder teilweise löst. Auch Aquarelle gehören unter Glas, da sie zwar nicht verwischen, aber sehr empfindlich auf Feuchtigkeit und Licht reagieren.
Warum ein Passepartout so wichtig ist
Ein Passepartout erfüllt gleich mehrere Aufgaben. Es schafft optisch Abstand zwischen Bild und Rahmen, lenkt den Blick auf das Motiv und verhindert vor allem, dass das Kunstwerk direkt am Glas anliegt. So wird die Oberfläche geschützt und es entstehen keine Druckstellen oder Anhaftungen am Glas.
Zudem hat die Wahl des Passepartouts grossen Einfluss auf die Wirkung eines Bildes. Helle oder dunkle Passepartouts können die Stimmung und die Bildwirkung deutlich verändern. Die Beispiele auf dieser Seite zeigen, wie stark sich ein Werk allein durch die Wahl des Passepartouts verändern kann.
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Die Wirkung eines Passepartouts – Luna in Pastell
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Die Wirkung von hellem und dunklem Passepartout – Polly in Kohle
Acryl-Gemälde auf Keilrahmen: So präsentieren Sie sie richtig
Gemälde in Acryl auf Leinwand (auf Keilrahmen gespannt) können auch ohne zusätzliche Verwendung eines Bilderrahmens am Keilrahmen aufgehängt werden. Wird zusätzlich ein Bilderrahmen verwendet, das Gemälde OHNE Bilderglas einrahmen und darauf achten, dass der Bilderrahmen mindestens so tief ist wie der Keilrahmen des Gemäldes.
Museumsglas – Schutz ohne störende Spiegelungen
Normales Bilderglas spiegelt Lichtquellen und Fenster oft deutlich, was den Blick auf das Kunstwerk stören kann. Museumsglas ist ein hochwertiges, entspiegeltes Glas, das diese Reflexionen stark reduziert. Das Bild wirkt dadurch klarer, ruhiger und farblich unverfälschter.
Ein weiterer grosser Vorteil von Museumsglas ist der hohe UV-Schutz. Dieser schützt das Kunstwerk vor dem Ausbleichen durch Sonnenlicht und trägt wesentlich zur langfristigen Erhaltung der Farben bei. Gerade bei Originalen auf Papier ist das ein wichtiger Punkt.
Die Vergleichsbilder auf dieser Seite zeigen den Unterschied sehr deutlich: Während man sich bei normalem Glas oft selbst oder die Umgebung im Bild spiegelt, bleibt der Blick bei Museumsglas nahezu ungestört auf das Werk gerichtet.


Um zu glauben, dass auch rechts eine Glasscheibe vor dem Bild ist,
muss man es fast anfassen! Normalglas vs Museumsglas

Zum Vergleich Bilder, die gegenüber einer Fensterfront hängen.
Auf dem unteren Bild mit Normalglas ist durch die starke Reflexion
kaum etwas zu erkennen. Oben sieht man eine kaum störende,
leicht bläuliche Reflexion, die aber durch die Augen beim Betrachten
weitgehend ausgeblendet wird. Die Kamera bekommt das natürlich nicht hin 😉
Meine Empfehlung
Für alle Arbeiten auf Papier empfehle ich grundsätzlich:
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immer ein Passepartout, um das Bild zu schützen
-
nach Möglichkeit Museumsglas, um Spiegelungen zu vermeiden und das Werk langfristig vor UV-Licht zu schützen
So bleibt Ihr Kunstwerk nicht nur optisch schön präsentiert, sondern auch dauerhaft in gutem Zustand.




